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Therapie Mastdarmkrebs

Therapie Mastdarmkrebs (Rectumkarzinom)

Behandlungskonzept

Beim Rectumkarzinom geht es zum einen um die Bekämpfung des Tumors und zum anderen  um die Erhaltung der Stuhlkontinenz und damit Lebensqualität. Daher steht das interdisziplinäre, multimodale Behandlungskonzept besonders im Vordergrund. Dieses besteht- individuell abhängig von der Größe, der Lokalisation und dem eventuellen Vorliegen von Metastasen, aus der Operation in Kombination mit Strahlentherapie und/oder Chemotherapie.

In zunehmenden Maß werden heute größere Tumore in den unteren zwei Drittels des Mastdarms vor der geplanten Operation einer Radiochemotherapie unterzogen. Ziel ist es, diese Karzinome, die rein chirurgisch nicht sicher vollständig therapiert werden können durch die Vorbehandlung deutlich zu verkleinern und somit eine vollständige Entfernung zu ermöglichen. Diese Vorbehandlung dauert in der Regel 5 Wochen. Danach folgt eine Regenerationsphase für das gesunde Gewebe von ca. 4 Wochen bis zur Operation. Vor der Operation wird ein erneutes Staging (Computertomographie und Darmspiegelung) durchgeführt. In den meisten Fällen zeigt sich wie geplant eine deutliche Verkleinerung des Tumors (Downstaging). So wird der geplante Eingriff meist erheblich erleichtert, die Funktion des Schließmuskels kann erhalten werden und Prognose sowie postoperative Lebensqualität des Patienten verbessert.

Die Erhaltung des Schließmuskels und einer normalen Stuhlentleerung ist Ziel eines jeden engagierten Rectum-Chirurgen. Dies ist mittlerweile bei über 90% aller Patienten mit einem Rectumkarzinom möglich. Entsprechende Sicherheitsabstände vom Tumor oberhalb, unterhalb und zur Seite müssen streng eingehalten werden, um eine komplette Tumorentfernung zu gewährleisten und ein Lokalrezidiv zu verhindern. Dies wird durch verschiedene Techniken möglich, die wir Ihnen im Folgenden kurz erläutern. Welche Methode im Einzelnen angewendet wird, muss individuell entschieden werden.

Lokale Entfernung

Nur bei sehr frühen Rectumkarzinomen geringer Ausdehnung ist eine alleinige Tumorresektion ohne Entfernung des betroffenen Darmabschnittes mit einem gleich guten Behandlungsergebnis wie nach einer ausgedehnten Resektion möglich. Der Nachteil ist hier, dass dabei keine Lymphknoten mitentfernt werden können und somit eine Ausdehnung des Tumors in die Lymphknoten nicht festgestellt werden kann.

Mesorectale Entfernung (TME)

Die häufigsten schwerwiegenden Folgen nach Entfernung des Rectums im Becken sind der Verlust der Sexualfunktion und Blasenstörungen aufgrund einer Schädigung von Nervenbahnen. Insbesondere die Sexualfunktion des Mannes wurde bei früheren Operationstechniken häufig zerstört. Heute kann eine Nervenverletzung in der Regel vermieden werden. Dies ist vor allem dem englischen Chirurgen Bill Heald  zu verdanken, welcher eine neue, anatomiegerechte Operationstechnik entwickelte: Die TME (total mesorectal excision). Durch die komplette Entfernung des sogenannten „Mesorectums“ (Im Mesorectum verlaufen die Blut- und Lymphbahnen des Rectums) bis auf den Beckenboden werden bei dieser Technik auch alle Lymphknotenmetastasen systematisch mit entfernt. Somit ist es Heald nicht nur gelungen, die funktionellen Ergebnisse der Rectumchirurgie (Sexual- und Blasenfunktion) zu verbessern, sondern auch gleichzeitig die Radikalität zu erhöhen. Die von Heald erzielten Lokalrezidivraten beim Rectumkarzinom liegen mit 2,7% weit unter den besten mit herkömmlicher Technik erzielten Ergebnissen (8-15%). Wir führen die Technik nach Heald seit Jahren standardmäßig aus.

Tiefe sog. Anastomosentechniken

Ganz entscheidend zur Erhaltung des Schließmuskels hat die Entwicklung neuer und besserer Anastomosentechniken beigetragen. „Anastomosieren“ bedeutet das Wieder-Zusammenfügen der Darmabschnitte nach Durchtrennung wegen Tumorentfernung. Mithilfe von Staplern (Klammernahtgeräten) aber auch von weiterentwickelten Handnahttechniken lassen sich heutzutage selbst tief im kleinen Becken gelegene Anastomosen mit vertretbarem Risiko durchführen, die Kontinenz kann somit erhalten werden. Ein Nachteil bei tiefen Anastomosen-Techniken kann in Einzelfällen sein, dass die funktionellen Ergebnisse durch vermehrte Stuhlfrequenz, häufigen Stuhldrang oder partielle Inkontinenz getrübt werden. Im Rahmen der Wiederherstellung der Stuhlpassage bei sehr tiefen Anastomosen wird daher heutzutage häufig ein Neorectum (Ersatzenddarm) mit Reservoirfunktion angelegt.

Vorübergehender künstlicher Ausgang

Bei Rectumkarzinomen im unteren Mastdarm legt man heute praktisch immer einen vorübergehenden künstlichen Ausgang (Ileostoma), um die Abheilung der Darmnaht nicht zu gefährden. Dies ist ein wichtiger Schritt im Heilungsprozess: Zum einen aufgrund der besonderen Durchblutungssituation des Darmes, zum anderen wegen der potentiellen Gewebsschädigung durch die Vorbehandlung. Die temporäre Anlage eines Ileostomas ist in allen internationalen Zentren Standard. Verzichtet der Operateur darauf, so riskiert er eine Heilungsstörung oder Leckage der Darmnaht (Anastomoseninsuffizienz). Die Folge davon wäre ein Stuhlaustritt ins Becken, was eine heftige, schmerzhafte lebensbedrohliche Entzündung verursacht. Durch eine solche Entzündung wird auch das funktionelle Spätergebnis ganz erheblich negativ beeinflusst.

Daher legt man heute fast immer einen sog. Schutzausgang an, der - je nach Situation - nach 4-6 Wochen wieder zurückverlegt wird.

Infoline & Praxiszeiten

Infoline
Mo - Do08:00 - 20:00
Fr08:00 - 18:00
Praxiszeiten
Mo - Do08:00 - 17:00
Fr08:00 - 13:00
und nach Vereinbarung

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Viszeralchirurgen (Bauchchirurgie)
in München auf jameda
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