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Colitis ulcerosa

Was ist Colitis ulcerosa?

Colitis ulcerosa gehört zum Formenkreis der schubweise verlaufenden, chronischen Entzündungen des Darms:  Beschwerdefreie Phasen folgen bei Colitis ulcerosa nach entzündlichen Phasen und umgekehrt. Häufige und typische Beschwerden bei Colitis ulcerosa sind Durchfall und Bauchschmerzen.

Entzündungsgeschehen bei der Colitis ulcerosa

Hier ist ausschließlich die Schleimhaut der Darmwand entzündet, und die Entzündung betrifft einen zusammenhängenden Abschnitt des Dickdarms. Hier können sich Geschwüre (Ulzera, daher auch die Bezeichnung der Krankheit: Colitis ulcerosa) bilden.

Wie häufig ist die Colitis ulcerosa?

In Deutschland sind etwa 170.000 an Colitis ulcerosa. Wenn die Colitis ulcerosa zum ersten Mal auftritt, sind die meisten Patienten zwischen 20 und 34 Jahre alt. Die Krankheit kommt auch bei Kindern und Jugendlichen vor.

Was ist die Ursache der Colitis ulcerosa?

Die genauen Ursachen für beide Erkrankungen sind noch nicht geklärt. Eine Autoimmunerkrankung gilt als die wahrscheinlichste Ursache. Seelische Belastungen können den Verlauf beeinflussen. Eine wichtige Rolle für die Auslösung der Entzündung spielen Infektionen, die Ernährung und ein gestörtes Immunsystem.

Welche Beschwerden treten bei der Colitis ulcerosa auf?

Dickdarm - Magen-Darm München - ViszeraBei Colitis ulcerosa leiden die Patienten unter Durchfällen und Bauchschmerzen,  manchmal blutig-schleimig; auch Fieber, Erbrechen und krampfartige Schmerzen kommen bei der Colitis häufiger vor. Bei Morbus Crohn sind die Durchfälle meist nicht blutig; die Patienten haben häufiger als die Colitis-Patienten Beschwerden an anderen Organen: Augen- oder Gelenkentzündungen, Hautveränderungen oder Leber- und Gallenerkrankungen. Bei Kindern und Jugendlichen können beide Krankheiten zu Wachstumsstörungen führen.

Komplikationen einer Colitis ulcerosa sind massive Blutungen, Gewichtsverlust und eine Erweiterung des Dickdarms mit der Gefahr eines Darmdurchbruchs. Außerdem besteht nach mehreren Jahren der Erkrankung von Colitis ulcerosa ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko.

Diagnostik der Colitis ulcerosa

Bei Verdacht auf Colitis ulcerosa erfolgt eine ausführliche Anamnese und Untersuchung des Patienten. Durch die Laboruntersuchung des Butes kann die Stärke der Entzündung bei Colitis ulcerosa abgeschätzt und eine Blutarmut infolge von Blutungen festgestellt werden. Stuhlproben werden auf Bakterien und Blutungen untersucht.

Bildgebende Verfahren bei der Colitis ulcerosa

Mit einer Ultraschalluntersuchung können entzündete Darmabschnitte identifiziert werden, da die Darmwand bei einer Entzündung dicker als gewöhnlich ist.

Entscheidend für den Nachweis der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist die Darmspiegelung (Koloskopie), bei der der gesamte Dickdarm und der untere Teil des Dünndarms untersucht werden. Dabei werden mit einer speziellen Greifzange Gewebeproben entnommen, die dann feingeweblich untersucht werden.

Therapie bei der Colitis ulcerosa

Die Behandlung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen hängt davon ab, wie häufig Entzündungsschübe auftreten, wie ausgeprägt sie sind und wie stark die Beschwerden des Patienten sind.

Colitis ulcerosa kann medikamentös behandelt werden. Die medikamentöse Therapie wird hier nicht genauer beschrieben, da wir als chirurgisches Zentrum dann gefordert sind, wenn die medikamentöse Therapie nicht mehr ausreicht.

Wann ist eine Operation notwendig?

Bei schweren Verläufen und Komplikationen, beispielsweise Darmverschluss oder ausgeprägten Blutungen bei Colitis ulcerosa kann eine Operation indiziert sein. Manchmal ist eine Kolonresektion unausweichlich, der betroffene Teil des Dickdarms wird weg genommen. Je nach individueller Erkrankung des Patienten wird die Operationsmethode gewählt. Entscheidend ist die gute Zusammenarbeit unter Internisten und Chirurgen um den Zeitpunkt einer nötigen Operation nicht zu übersehen und somit größere Komplikationen bei Colitis ulcerosa zu vermeiden.

Infoline & Praxiszeiten

Infoline
Mo - Do08:00 - 20:00
Fr08:00 - 18:00
Praxiszeiten
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