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Morbus Crohn – wenn der Darm verrücktspielt

21Aug
Morbus Crohn (Enteritis regionalis Crohn) ist eine entzündliche Erkrankung des Verdauungstraktes, die häufig zwischen dem 20. Und 30. Lebensjahr beginnt und von Betroffenen oft als sehr einschränkend wahrgenommen wird, da es immer wieder zu Bauchschmerzen und Durchfällen kommen kann. In der Folge sind Erkrankungen anderer Organe, wie etwa der Leber oder der Galle möglich. Eine ärztliche Beratung, die richtige medikamentöse Einstellung sowie als letzter Ausweg eine Operation sind unablässig, um den Patienten den Alltag so angenehm wie möglich zu machen. In unserem Artikel lesen Sie Wissenswertes über Entstehung, Symptome, Verlauf und Therapie der Krankheit.
 

Vorsicht bei länger anhaltenden Durchfällen!

Durchfall ist eine Schutzreaktion des Körpers auf verschiedene Krankheitserreger, die etwa mit verdorbener oder verunreinigter Nahrung oder beispielsweise mit einem Magen-Darm-Virus in den Organismus gelangen. Der Körper schickt nun vermehrt Wasser in den Darm, um die schädlichen Substanzen auf schnellstem Weg loszuwerden, sind diese ausgeschieden, beruhigt sich der Verdauungstrakt wieder. Wer sonst gesund ist, also nicht unter einer Immunschwäche leidet, ist den Durchfall nach bis zu zehn Tagen wieder los.
 
Anders verhält es sich hingegen bei Morbus Crohn: Hier kann starker Durchfall bis zu sechs Wochen andauern, oftmals begleitet von Bauchschmerzen, Gewichtsabnahme und leichtem Fieber. Ab einem Zeitpunkt von sechs Monaten gilt die Erkrankung als chronisch und wechselt zwischen Zeiträumen mit starken Beschwerden und beschwerdefreier Zeit. Da bei dieser Krankheit durchaus Komplikationen und weiterführende Erkrankungen möglich sind, sollten Sie bei anhaltenden Beschwerden in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.
 

Genetik, Psyche und Immunologie als mögliche Ursachen von Morbus Crohn

Es ist nicht restlos geklärt, wie Morbus Crohn entsteht, allerdings spielt unter anderem eine genetische Disposition eine große Rolle. Daneben kann anhaltender Stress dem Darm zusetzen, denn nicht umsonst wird der Darm oft als zweites Gehirn bezeichnet, das auf schädliche Einflüsse sensibel reagiert und Abläufe im Körper steuert – unter anderem entzündliche Prozesse. Derzeit werden der Einfluss von raffiniertem Zucker sowie die Aufnahme von zu vielen Kohlehydraten auf die Entstehung von Entzündungen im Darm diskutiert.
 
In vielen Fällen ist das Immunsystem selbst Teil des Problems, denn einerseits ist es gut, dass es auf eine schädliche Reizung reagiert, andererseits zeigt sich bei Morbus Crohn oftmals eine Empfindlichkeit des Immunsystems gegenüber unbedenklicher Nahrungsmittel. So treten Unverträglichkeiten auf, die früh abgeklärt werden sollten, um die Ernährung anzupassen. Denn eine überempfindliche Immunabwehr und Morbus Crohn üben einen gegenseitigen negativen Einfluss aus. Zu guter Letzt ist zu sagen, dass mit dem Rauchen die Wahrscheinlichkeit an Morbus Crohn zu erkranken, stark ansteigt.
 

Mögliche Begleiterkrankungen

Leider wirken sich die Entzündungen des Verdauungstraktes oft auf andere Bereich aus. So kann es zu Augen- oder Gelenkentzündungen, Hautveränderungen und im Kindes- und Jugendalter zu Wachstumsstörungen kommen. Zusätzlich steigt die Wahrscheinlichkeit einer Darmkrebserkrankung. Daneben leidet natürlich oft die Psyche, da eine Erkrankung wie Morbus Crohn zu den Tabuthemen in der Gesellschaft zählt, das Privat- wie auch berufliche Leben der Betroffenen stark beeinflussen kann. Offenheit hilft hier jedoch meist weiter und oft können die beschwerdefreien Zeiten genutzt und Schübe mittels individueller Medikation und durch eine Operation hinausgezögert und gelindert werden. Wir bei Viszera sind gerne im Bereich der chirurgischen Behandlung für Sie da.
 

Medikamentöse Therapie und Operation

Je nach Schwere der Krankheit kann bereits eine entsprechende Medikation helfen, um Beschwerden einzudämmen und Pateinten einen weitestgehend normalen Alltag zu ermöglichen. Kommt es hingegen zu Komplikationen wie etwa die Verengung eines Darmbereichs oder ein Darmverschluss oder verläuft die Krankheit sehr schwer, kann eine OP des entzündeten Verdauungstraktes notwendig sein. Andere Indikationen, die für eine OP sprechen, sind starke Wachstumsverzögerungen oder wenn Medikamente nicht anschlagen.
 
Während einem Eingriff wird ausschließlich der Darmabschnitt behandelt, der Beschwerden verursacht, da sich eine großzügige Entfernung aller entzündeten Abschnitte als ungünstig herausgestellt hat. Im Zuge der OP wird so viel gesundes Gewebe wie möglich erhalten. In manchen Fällen kann ein temporäres Stoma nötig sein, um den Darm zu entlasten.
 

Was Sie selbst tun können

Leben mit einer chronischen, nicht heilbaren Krankheit stellt viele Patienten zunächst vor eine große Herausforderung. Ein offener Umgang im Verwandten- und Freundeskreis ist ein wichtiger Schritt, denn hier erhalten Sie Unterstützung und Halt. Tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen über Tipps und Tricks aus, die Ihnen in der Schubphase helfen können. Trotz Morbus Crohn sollten Sie der Krankheit nicht oberste Priorität in Ihrem Leben einräumen, denn zwar ist es wichtig, Kontrolltermine wahrzunehmen und den Arzt über Veränderungen und Auffälligkeiten zu informieren, dennoch ist Freizeit, Spaß und Erholung essenziell. Mit etwas Planung steht so einem Ausflug oder Urlaub nichts mehr im Weg.
 
Im Zuge einer Ernährungsberatung können Ihnen Ernährungsweisen aufgezeigt werden, die den Körper auch während eines Schubs ausreichend und schonend versorgen. Gönnen Sie sich Pausen im Alltag und reduzieren Sie Stress beispielsweise durch Yoga oder autogenes Training, so kommt auch Ihr Darm zur Ruhe. Mit der Zeit lernen Morbus Crohn-Patienten, ihren Körper einzuschätzen und können so die beschwerdefreien Zeiten nutzen, um wieder Kraft zu sammeln.

Infoline & Praxiszeiten

Infoline
Mo - Do08:00 - 20:00
Fr08:00 - 18:00
Praxiszeiten
Mo - Do08:00 - 17:00
Fr08:00 - 13:00
und nach Vereinbarung

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Sollte ein stationärer Aufenthalt notwendig sein, gestalten wir diesen so angenehm wie möglich für Sie in unseren komfortabel ausgestatteten Patientenzimmern. Unsere Spezialisten operieren in der Arabella-Klinik München und in der Herzogpark-Klinik München.

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Viszeralchirurgen (Bauchchirurgie)
in München auf jameda
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