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Gallensteinleiden: Erkrankung der Gallenblase und typische Symptome

Gallensteinleiden (Cholelithiasis)

Anatomie der Gallenblase

Gallensteine Operation - Entfernung Gallenblase - Magen-Darm - Viszera MünchenDie Gallenblase befindet sich im rechten Oberbauch an der Leberunterfläche und ist somit im Falle einer Operation gut zugänglich. In diesem Hohlorgan sammelt sich die flüssige Galle, die in der Leber produziert wird. Die Gallenblase ist mit dem Gallengang verbunden, durch den die Gallenflüssigkeit in den Zwölffingerdarm fließt. Die Mündung des Gallengangs, die so genannte Vatersche Papille, ist zugleich auch Mündung des Gangs der Bauchspeicheldrüse. Gallenflüssigkeit hilft unserem Körper, Fette verdauen zu können.

Was ist Gallenflüssigkeit?

Gallenblase - Gallensteinleiden - Magen-Darm Viszera MünchenDie Gallenflüssigkeit (umgangssprachlich "Galle") ist ein Verdauungssaft, der speziell für die Verdauung fettreicher Speisen notwendig ist. Täglich werden etwa 600-1500 ml Gallenflüssigkeit in der Leber produziert - nicht, wie häufig angenommen, in der Gallenblase.

Wenn mehr Gallenflüssigkeit vorhanden ist als zur Verdauung nötig, wird der "Überschuss" in der Gallenblase durch Wasserentzug eingedickt und gespeichert. Bei Bedarf, z.B. nach einer fetthaltigen Mahlzeit, zieht sich die Gallenblase zusammen und pumpt die gespeicherte Galleflüssigkeit über den Gallengang in den Dünndarm.

Wie entstehen Gallensteine?

Die häufigste Erkrankung des Gallensystems ist die Steinbildung, fachsprachlich Cholelithiasis.

Gallenflüssigkeit besteht zu einem großen Teil aus Wasser, zu einem kleineren Teil aus Cholesterin, Gallensäuren und Bilirubin (Gallenfarbstoff). Diese Stoffe bleiben im Wasser gelöst, solange sie in einem bestimmten Verhältnis zueinander in der Galleflüssigkeit enthalten sind. Wenn das Lösungsgleichgewicht gestört ist, weil der Anteil eines der Stoffe verhältnismäßig stark zunimmt, kommt es zur Ablagerung von festen Bestandteilen - es bilden sich Kristalle, die aus Cholesterin und/oder Bilirubin bestehen und mit der Zeit zu größeren Steinen wachsen können.

Gallensteinleiden - Magen-Darm Viszera MünchenGallensteine entstehen praktisch ausschließlich in der Gallenblase, da hier die Galle nicht in Bewegung ist und auskristallisieren kann. Findet man Steine in den Gallenwegen, kommen diese aus der Gallenblase (Steinabgang). Nur bei einer angeborenen Aussackung der Gallenwege (das äußerst seltene Caroli Syndrom) können Steine auch in den Gallenwegen entstehen. Die ausschließliche Steinbildung in der Gallenblase ist sehr wichtig für den operativen Behandlungsansatz der Gallenblasenentfernung (s.u.).

Die „6F-Regel“ des Gallensteinrisikos

 

Weshalb es zu einem Verklumpen der Gallenflüssigkeit kommt, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch gewisse Risikofaktoren, die entweder für ein Zuviel an Cholesterin, Bilirubin (ein Abbauprodukt der roten Blutkörperchen) oder eine Kombination aus beidem sorgen und so das empfindliche Mischungsverhältnis der Galle stören. Diese Risikofaktoren werden als „6F-Regel“ bezeichnet:

  • female: Frauen sind häufiger betroffen (32% der Frauen, aber nur 16% der Männer über 40 Jahre haben Gallensteine)
  • forty: Das Risiko für Gallensteine steigt ab dem 40. Lebensjahr
  • fertile: mehrere Schwangerschaften, also Frauen, die mehrere Kinder zur Welt gebracht haben, leiden häufiger an Gallensteinen
  • fat: Bei Übergewichtigen ist das Risiko für Gallensteine höher
  • fair: Nordische Erscheinungstypen (helles Haar, heller Teint) sind eher betroffen
  • family: Hierbei wird auf eine genetische Disposition und Erbliche Belastung hingedeutet

Hinzu kommen verschiedene Stoffwechselerkrankungen oder Medikamente sowie einseitige Ernährung, die das Entstehen von Gallensteinen fördern.

Gallensteine vorbeugen

Eine direkte Prävention von Gallensteinen ist nicht möglich.

Wie aber auch bei anderen Krankheiten, die den Magen-Darm-Trakt betreffen, ist eine gesunde ballaststoffreiche und fettarme Ernährung sinnvoll und hilfreich. Die Cholesterinwerte sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, um eine Eindickung der Gallenflüssigkeit und somit eine Bildung von Gallensteinen zu verhindern. Übergewicht ist ein entscheidender Risikofaktor, der vermieden werden sollte. Stoffwechselstörungen wie ein Diabetes mellitus sollten unbedingt richtig eingestellt werden.

Typische Symptome

Nur bei etwa 30% der "Steinträger" treten Krankheitszeichen auf, der größere Teil der Gallensteinträger entwickelt keine Beschwerden. Wenn jedoch Beschwerden auftreten, gehen diese so gut wie nie von alleine zurück, kommen also immer wieder.

Typische Beschwerden sind:

  • Starke, meist krampfartige Schmerzen im rechten Oberbauch, zum Teil mit Ausstrahlung in die rechte Schulter (Gallenkoliken)
  • Gelegentlich Übelkeit und Erbrechen
  • Fieber bei zusätzlicher Entzündung (Gallenblasenentzündung)
  • Entfärbung des Stuhls und Dunkelverfärbung des Urins bei zusätzlichen Gallengangssteinen

Komplikationen der Gallenblasensteine

  • Gallenkoliken: Häufige Ursache für eine Gallenkolik ist, dass ein Stein in den Gallengang rutscht und diesen blockiert. Die Gallenblase zieht sich immer wieder krampfartig zusammen, um das Hindernis weiterzuschieben, wodurch kolikartige, in Wellen verlaufende Schmerzen entstehen.
  • Gallenblasenhydrops: Die Gallenflüssigkeit wird aus der Leber in die Gallenblase abgesondert, kann aber nicht mehr abfließen.
  • Gallenblasenentzündung (Cholezystitis)
  • Gallenblasenperforation: Bei einer schweren Entzündung der Gallenblase kann die Gallenblasenwand porös werden und reißen, so dass sich der Inhalt der Gallenblase in den freien Bauchraum entleert. Dabei kann es zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung (Peritonitis) kommen.
  • Gallengangsstein (Choledocholithiasis)

Diagnose

Der Nachweis von Gallenblasensteinen gelingt meist mit der Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Bei Verdacht auf Gallengangssteine wird dann häufig eine Magenspiegelung mit Darstellung der Gallengangswege, die sogenannte ERCP, durchgeführt. ERCP steht für "Endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatikografie". Dabei werden mithilfe von Röntgenkontrastmittel und einem Spezialendoskop die Gallenwege und der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse von ihrer Mündung im Zwölffingerdarm bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgt. Unter Umständen kann vor der Operation im Akutfall eine Computertomographie zur Diagnosesicherung notwendig sein.

Hier erfahren Sie mehr über die Behandlungsverfahren.

Infoline & Praxiszeiten

Infoline
Mo - Do08:00 - 18:00
Fr08:00 - 16:00
Praxiszeiten
Mo - Do08:00 - 17:00
Fr08:00 - 13:00
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Viszeralchirurgen (Bauchchirurgie)
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