Enddarmkrebs

Enddarmkrebs (Rectumkarzinom)

Anatomie und Definition

Der sogenannte Enddarm (Rectum) ist der letzte Abschnitt des Darmes (ca. 15cm) vor dem Schließmuskel. Im Wesentlichen dient das Rectum als Stuhlreservoir, an dessen Ende der Schließmuskelapparat (Anus) sitzt. Sphinkter und Rectum ermöglichen die kontrollierte Entleerung des Darms bzw. das Zurückhalten des Stuhls. Der Enddarmkrebs (Rectumkarzinom) ist mit einem Anteil von etwa 60% der häufigste Subtyp aller colorectalen Karzinome.

Diagnose

Die Diagnostik erfolgt wie beim Dickdarmkrebs, i.d.R. durch einen Test auf occultes Blut im Stuhl sein. Die größte Säule in der Diagnostik stellt die Enddarmspiegelung (Rectoskopie) dar. Weiterführende Untersuchungen wie die Sonographie, Endosonographie (Ultraschall vom Darminneren aus), eine Computertomographie oder eine MRT (Kernspintomographie) des Beckens dienen dazu, die Ausdehnung des Tumors und das Vorhandensein von Tochtergeschwulsten (Metastasen) abzuklären

Dr. Merkle, Dr. Holzmüller, Dr. Blaumeiser und Hr. Blaumeiser sind gerne für Sie da.

Behandlungskonzept

Beim Rectumkarzinom geht es zum einen um die Bekämpfung des Tumors und zum anderen  um die Erhaltung der Stuhlkontinenz und damit Lebensqualität. Daher steht das interdisziplinäre, multimodale Behandlungskonzept besonders im Vordergrund. Dieses besteht- individuell abhängig von der Größe, der Lokalisation und dem eventuellen Vorliegen von Metastasen, aus der Operation in Kombination mit Strahlentherapie und/oder Chemotherapie.

In zunehmenden Maß werden heute größere Tumore in den unteren zwei Drittels des Mastdarms vor der geplanten Operation einer Radiochemotherapie unterzogen. Ziel ist es, diese Karzinome, die rein chirurgisch nicht sicher vollständig therapiert werden können durch die Vorbehandlung deutlich zu verkleinern und somit eine vollständige Entfernung zu ermöglichen. Diese Vorbehandlung dauert in der Regel 5 Wochen. Danach folgt eine Regenerationsphase für das gesunde Gewebe von ca. 4 Wochen bis zur Operation. Vor der Operation wird ein erneutes Staging (Computertomographie und Darmspiegelung) durchgeführt. In den meisten Fällen zeigt sich wie geplant eine deutliche Verkleinerung des Tumors (Downstaging). So wird der geplante Eingriff meist erheblich erleichtert, die Funktion des Schließmuskels kann erhalten werden und Prognose sowie postoperative Lebensqualität des Patienten verbessert.

Die Erhaltung des Schließmuskels und einer normalen Stuhlentleerung ist Ziel eines jeden engagierten Rectum-Chirurgen. Dies ist mittlerweile bei über 90% aller Patienten mit einem Rectumkarzinom möglich. Entsprechende Sicherheitsabstände vom Tumor oberhalb, unterhalb und zur Seite müssen streng eingehalten werden, um eine komplette Tumorentfernung zu gewährleisten und ein Lokalrezidiv zu verhindern. Dies wird durch verschiedene Techniken möglich, die wir Ihnen im Folgenden kurz erläutern.

Welche Methode im Einzelnen angewendet wird, muss individuell entschieden werden.

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