Ein Schenkelbruch muss in den meisten Fällen operativ versorgt werden – zu groß ist die Gefahr einer Einklemmung etwa des Dünndarms. Bei Viszera führen unsere Hernien-Spezialisten eine minimalinvasive, laparoskopische OP durch, um den Bauchwandbruch sicher zu verschließen. Dank langjähriger Expertise auf dem Gebiet der Hernienchirurgie bieten wir Ihnen eine moderne Versorgung sowie eine sichere Behandlung.
Entstehung und Risikofaktoren wie Bindegewebsschwäche oder starkes Pressen.
Typische Anzeichen wie Leistenschmerzen und Vorwölbungen richtig erkennen.
Sichere Befundstellung durch körperliche Untersuchung und Ultraschall.
Moderne minimalinvasive (TEP/TAPP) und offene OP-Verfahren im Überblick.
Hinweise zur Schonung, Belastung und schnellen Erholung nach der OP.
Antworten zu Schmerzen, OP-Zeitpunkt und Krankschreibung.
Spezialisten für die Schenkelbruch-OP
Bei Viszera in München haben wir in unserem Team drei Ärzte, die seit mehreren Jahren erfolgreich Schenkelbruch-OPs durchführen.

Dr. Richard Merkle
Schenkelbruch Spezialist

Dirk Blaumeiser
Schenkelbruch Spezialist

Dr. med. Stefan Philipp
Schenkelbruch Spezialist
Ursachen: So entsteht eine Schenkelhernie (Hernia femoralis)
Verschiedene Ursachen können eine Schenkelhernie auslösen. Dabei kommen häufig mehrere Faktoren zusammen, die einen Bauchwandbruch begünstigen können. Zu den Ursachen und Auslösern einer Schenkelhernie zählen:
Wird der Druck im Bauchinneren zu groß, kann ein Bauchwandbruch entstehen. Normalerweise tritt dies an natürlichen Schwachpunkten in der Bauchwand auf. Ein Schenkelbruch tritt dort auf, wo die Venen und Arterien des Oberschenkels in die Bauchhöhle eintreten. Hier besteht bereits eine natürliche Lücke, die sich bei einem Schenkelbruch vergrößern kann.
Je nach Schwere der Hernie findet sich im sogenannten Bruchsack lediglich Bauchfell oder aber die Bruchpforte ist groß genug und Eingeweide wie etwa der Dünndarm treten ebenfalls durch die Bauchwand vor.
Typische Symptome: Schenkelbruch bei Frauen und Männern erkennen
Ein Schenkelbruch wird auch Femoralhernie genannt und kann verschiedene Beschwerden auslösen. Häufig liegen mehrere Symptome vor. Gerade kleine Brüche in der Bauchwand werden von Patienten jedoch nicht immer sofort bemerkt. Dies gilt besonders bei übergewichtigen Patienten. Der sogenannte Bruchsack ist bei ihnen häufig nicht tastbar. Grundsätzlich geht ein Schenkelbruch jedoch häufig mit stärkeren Schmerzen einher als der klassische Leistenbruch. Folgende Symptome können auf einen Schenkelbruch hindeuten:
- Diffuse, drückende Schmerzen in der Leiste
- Ausstrahlende Schmerzen in Richtung Bauch und Oberschenkelinnenseite
- Bei einer Einklemmung starke Schmerzen in der Leiste
- Tastbare Vorwölbung unterhalb des Leistenband
Gut zu wissen: Eine eingeklemmte Hernie stellt immer eine Gefahr für das eingeklemmte Organ da. Denn das eingeklemmte Areal kann häufig nicht gut durchblutet werden.

Diagnose eines Schenkelbruchs
Ein Schenkelbruch ist nicht immer ohne Weiteres tastbar. Nichtsdestotrotz führen unsere Spezialisten stets eine Tastuntersuchung. Wichtig ist dabei auch ihre Schilderung der Beschwerden. Zusätzlich zu einer körperlichen Untersuchung arbeiten wir auch mit bildgebenden Verfahren. Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung kann ein Schenkelbruch in der Regel diagnostiziert werden. Auch der Umfang des Bruches lässt sich auf diese Weise feststellen.
Gut zu wissen: Zwar lassen sich Schenkelbrüche bei Frauen manchmal nur schwer erkennen, aber mit einer Ultraschalluntersuchung ist einer Studie zufolge oftmals eine sichere Diagnose möglich!
Schenkelbruch bei Frauen
Frauen sind häufiger von Schenkelhernien betroffen als Männer, was unter anderem mit der weiblichen Beckenform zusammenhängt. Der Schenkelbruch tritt vor allem bei älteren Frauen ab dem 65. Lebensjahr auf. Er wird bei Frauen häufig mit einem klassischen Leistenbruch verwechselt. Da ein Schenkelbruch häufiger mit Komplikationen wie einer Einklemmung und starken Schmerzen einhergeht, wird Frauen häufiger zu einer operativen Behandlung geraten.

Schenkelbruch in der Schwangerschaft
Bei einem Schenkelbruch während der Schwangerschaft besteht in der Regel kein Grund zur Sorge. Solche Hernien treten nur selten auf und müssen meist erst nach der Geburt operiert werden. Eine sofortige Operation ist nur notwendig, wenn sich der Bruch einklemmt und dadurch Komplikationen entstehen. Das ist während der Schwangerschaft jedoch eine absolute Ausnahme. Der Schenkelbruch beeinträchtigt die Schwangerschaft in der Regel nicht.
Schenkelbruch bei Männern
Ein Schenkelbruch tritt bei Männern nur sehr selten auf. Bei ihnen ist der Leistenbruch typischer. Einem Schenkelbruch beim Mann ging in der Regel eine offene operative Behandlung einer Leistenhernie voraus.
Behandlung des Schenkelbruchs: OP bei Frauen und Männern meist notwendig
Da das Risiko für Einklemmungen bei einer Schenkelhernie sehr groß ist, raten wir in den meisten Fällen zu einer zügigen operativen Versorgung.
Das Ziel der Schenkelhernien OP ist es, den Bruchsack samt Inhalt zurück in den Bauchraum zu verlagern und anschließend die Bruchpforte zu verschließen. Hierfür kommt ein spezielles Netz zum Einsatz, dass die Bauchwand verstärkt und damit ein Rezidiv häufig verhindern kann. Eine Schenkelbruch-OP wird unter Vollnarkose durchgeführt.
Bei der TEP-Technik werden gewöhnlich zwei bis drei kleine Hautschnitte gesetzt, von etwa 5 bis 10 Millimetern Länge. Der behandelnde Chirurg schiebt behutsam den Bruchsack zurück in den Bauchraum. Anschließend legt er ein spezielles Netz großflächig über die Bruchpforte. Eine separate Fixierung ist normalerweise nicht erforderlich, da das Netz fest zwischen der Muskulatur und dem Bauchfell positioniert wird. Nach und nach wird das Netz in das körpereigene Gewebe integriert. Eine Schenkelbruch-Operation nach der TEP-Methode dauert in der Regel etwa eine Stunde und kann ambulant durchgeführt werden.
Der wesentliche Vorteil dieses minimalinvasiven Verfahrens liegt darin, dass das Bauchfell nicht eröffnet werden muss, um den Schenkelbruch zu behandeln.
Gut zu wissen: Das Verfahren kommt bei Patienten mit Voroperationen im Unterbauch nicht infrage.
Auch bei der minimalinvasiven TAPP-Methode werden normalerweise zwei bis drei kleine Hautschnitte gemacht. Dieser Eingriff erfolgt über die Bauchhöhle, was bedeutet, dass das Bauchfell ebenfalls durch kleine Schnitte geöffnet werden muss, um später das Netz zwischen der Muskulatur und dem Bauchfell von innen anzubringen. Der Bruchsack wird dabei zurück in den Bauchraum verlagert.
Bei der TAPP-Technik muss in seltenen Fällen mithilfe kleiner Clips bzw. eines speziellen Klebers gearbeitet werden, um das Netz zu fixieren. Wann immer möglich, arbeiten unsere Chirurgen jedoch so, dass das Netz keine spezielle Befestigung benötigt. Abschließend vernäht der Chirurg das Bauchfell sowie die Zugänge, und die Schenkelbruch-Operation ist abgeschlossen. Die Operation dauert etwa eine Stunde und kann ebenfalls ambulant durchgeführt werden.
Nicht immer ist es möglich, einen Schenkelbruch minimalinvasiv und laparoskopisch zu versorgen. In diesen Fällen ist eine offene Operation notwendig. Insbesondere bei Frauen vermeiden wir jedoch eine offene OP wann immer möglich, da das Rezidivrisiko hier erhöht ist. Es gibt hier verschiedene Herangehensweisen. Neben der OP nach Lichtenstein, bei welcher im Rahmen der offenen OP ein Netz eingesetzt wird, wird bei der OP nach Shouldice der Schenkelbruch mit benachbartem Bindegewebe verschlossen.
Eine Studie mit 885 Patienten zeigt, dass viele Betroffene erst spät medizinische Hilfe suchen:
- 45,9 % der Patienten mussten notfallmäßig operiert werden.
- Bei 81,5 % der Notfallpatienten waren innerhalb der sieben Tage vor der Aufnahme erstmals Beschwerden aufgetreten.
- Eine Notfalloperation war mit einem längeren Krankenhausaufenthalt verbunden: durchschnittlich 5 statt 1 Tag.
- Bei 23,2 % der Patienten, die notfallmäßig operiert wurden, musste ein Teil des Dünndarms entfernt werden. Bei geplanten Operationen war dies nur bei 0,2 % der Fall.
- In der Notfallgruppe starben 1,7 % der Patienten innerhalb von 30 Tagen nach der Operation; in der Gruppe mit geplanter Operation gab es keinen Todesfall.
Lassen Sie sich also auf jeden Fall rechtzeitig behandeln, damit keine Notfall-Operation notwendig wird!
Nachsorge nach der Schenkelbruch-OP
Bereits am Tag der Operation dürfen Sie wieder aufstehen. Schonen Sie den operierten Bereich in den kommenden Tagen noch und kühlen Sie das Areal vorsichtig. So können Schwellungen rasch abklingen. Drei Tage nach der OP dürfen Sie sich allmählich an weitere Belastungen heranwagen. Achten Sie jedoch beim Heben und Tragen sowie bei sportlicher Belastung immer auf Ihren Körper und pausieren Sie bei Schmerzen. Die Erholung nach einer offenen OP dauert etwas länger. Patienten sollten sich hier bis zu vier Wochen schonen.
Bei einem Schenkelbruch sind Sie bei Viszera in München in sicheren Händen. Unsere Spezialisten für eine umfassende Diagnostik durch und planen anschließend den Eingriff. Auf diese Weise erhalten Patienten eine individuelle Therapie und können Ihrem Alltag rasch wieder nachgehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Stimmen unserer Patienten
Häufige Fragen zum Schenkelbruch
Wie lang bestehen Schmerzen nach einer Schenkelbruch-OP?
Leichte Schmerzen sind nach einer Schenkelbruch OP normal und mit Schmerzmitteln meist gut behandelbar. Die Schmerzen können wenige Tage bis hin zu zwei Wochen anhalten.
Wie schnell muss ein Schenkelbruch operiert werden?
Ein Schenkelbruch hat ein höheres Risiko für Komplikationen und sollte möglichst rasch versorgt werden. Insbesondere eine Einklemmung muss sofort operiert werden.
Wie lange ist man nach der Schenkelbruch-OP krankgeschrieben?
Nach einer OP der Hernie sind Patienten meist 1-2 Wochen krankgeschrieben.
