Narbenbruch

Narbenbruch – Narbenhernie behandeln in München

Muss aufgrund einer Operation die Bauchdecke geöffnet werden, entsteht anschließend eine Narbe. Narbengewebe ist eine Art Ersatzmaterial, dass der Körper nach tiefgehenden Verletzungen bildet. Es schützt den Körper zwar vor äußeren Einflüssen, ist jedoch in seiner Beschaffenheit weniger flexibel. Weicht das Narbengewebe aufgrund schlechter Heilung oder anhaltend starker Krafteinwirkung durch schwere körperliche Arbeit auseinander, entsteht ein Narbenbruch. Durch die Bauchwand können dann Organe in einen so genannten Bruchsack austreten – eine sicht- und tastbare Beule auf der Bauchdecke entsteht. Ein Nabelbruch stellt eine besondere Art des Narbenbruchs dar.

Symptome eines Narbenbruchs

Ein Narbenbruch kann unterschiedlich schwer ausfallen. Manche Patienten bemerken einen kleinen Narbenbruch überhaupt nicht. Auf der anderen Seite gibt es Betroffene, die unter starken Schmerzen leiden – besonders dann, wenn durch Husten oder das Heben schwerer Lasten die Bauchmuskulatur und damit die Narbe belastet wird. Eine deutliche Vorwölbung ist meist ein sicheres Anzeichen für einen Narbenbruch. Im so genannten Bruchsack kann lediglich Gewebe, aber auch Teile von Organen – vornehmlich dem Darm – sein.

Entsteht hier eine Einklemmung, ist eine sofortige OP angezeigt. Denn ein eingeklemmter Darm kann lebensbedrohliche Folge haben! Folgende Anzeichen sind typisch für einen einklemmenden Bruch:

  • plötzliche, starke Schmerzen
  • Fieber
  • Herzrasen
  • Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
  • druckempfindliche Bauchdecke
  • Rötung im Bereich der Narbe
  • Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang

Um diesem akuten Notfall vorzubeugen, ist eine frühzeitige Operation der Narbenhernie sinnvoll.

Gut zu wissen: Die meisten Narbenhernien entstehen im Laufe des ersten Jahres nach einer Bauch-Operation.

Wir informieren Sie gerne unverbindlich über unsere Behandlungsmöglichkeiten. Einen unverbindlichen Beratungstermin können Sie einfach online vereinbaren.

Minimal-invasive Operation der Narbenhernie in München

Eine Narbenbruch-OP führen wir – genau wie einer Operation beim Leistenbruch bzw. Nabelbruch – wann immer möglich in Schlüssellochtechnik durch. Dabei werden im Rahmen der Hernienchirurgie lediglich sehr kleine Schnitte in der Bauchwand benötigt. Mit diesem chirurgischen Verfahren wird das ohnehin geschwächte Gewebe rund um die Hernie geschützt. Ein erneuter Bruch im Bereich der Narben, die durch die Schlüssellochtechnik entstanden sind, ist sehr unwahrscheinlich.

Die ausgetretenen Organe werden vorsichtig durch die Bruchpforte zurück in die Bauchhöhle verlagert. Abhängig von der Größe der Narbenhernie wird der Bruch mit einer Naht geschlossen oder aber durch ein Netz versiegelt. Dieses Netz besteht aus einem speziellen Kunststoff, der sehr gut verträglich ist. Bei jüngeren Patienten ist eine Stabilisierung mittels Netz meist nicht notwendig – eine Verdopplung bestimmter Schichten der Bauchwand ist hier ausreichend.

Der Vorteil der endoskopischen Operation liegt in der kurzen Behandlungsdauer sowie in der raschen Heilungszeit. So sind Patienten nach der Behandlung schnell wieder fit. Bei größeren Brüchen ist ein stationärer Aufenthalt für eine Nacht in der Klinik in München sinnvoll. In den meisten Fällen kann der chirurgische Eingriff bei kleinen Brüchen jedoch auch ambulant durchgeführt werden.

Was Sie nach der Operation beachten sollten

Nach dem die Hernie geschlossen wurde, müssen die Gewebeschichten heilen – besonders nach der Behandlung der Hernie mit einem Netz ist Geduld gefragt. Patienten sollten sich in dieser Zeit unbedingt körperlich schonen, um nicht einen zweiten Narbenbruch zu riskieren. In dieser Zeit auftretende Wundschmerzen sind gut mit leichten Schmerzmitteln in den Griff zu kriegen. Bürotätigkeiten können nach circa zwei Wochen wieder aufgenommen werden, bei schwerer körperlicher Arbeit ist eine längere Pause ratsam.

Risikofaktoren und Ursachen für eine Narbenhernie

Die Ursachen für eine Narbenhernie sind unter anderem Wundheilungsstörungen nach einem operativen Eingriff. Kombiniert mit einem schwachen Bindegewebe oder Übergewicht sind Hernien leider keine Seltenheit. Weitere Risikofaktoren, die das Entstehen einer Narbenhernie begünstigen können, sind:

  • Schwangerschaft
  • hohes Alter
  • schwere körperliche Arbeit
  • Übergewicht

Besonders beim Übergewicht lastet bereits ein hoher Druck auf dem Bauchraum. Das Heben schwerer Lasten, Husten oder Niesen können dann das empfindliche Narbengewebe überdehnen. Ein weiterer Faktor, auf den Patienten wenig Einfluss haben ist die OP-Technik sowie das Nahtmaterial, das bei der ursprünglichen Bauch-OP zum Einsatz kam. Hier sollten Sie auf hochqualifiziertes Personal achten und sich nach der Operation in jedem Fall an die Vorgaben des Chirurgen halten. So gewährleisten Sie eine bestmögliche Heilung.

Gut zu wissen: Bei zehn bis 20 Prozent der Bauch-Operationen entsteht anschließend eine Narbenhernie.

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