Enteritis regionalis Crohn

Morbus Crohn – Behandlung beim Experten in München

Morbus Crohn zählt ebenso wie Colitis ulcerosa zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Betroffene sind durch die Folgen der Erkrankung häufig in ihrem Alltag eingeschränkt und haben immer wieder mit starken Schmerzen und Verdauungsproblemen zu kämpfen. Im Viszera Magen-Darm Zentrum finden Sie erfahrene Ärzte, die eine Behandlung sicher und umfassend durchführen. Dabei steht der interdisziplinäre Ansatz der Therapie bei uns im Vordergrund – denn oftmals sind mehrere Faktoren für die typischen Krankheitsschübe verantwortlich.

Was ist Morbus Crohn?

Bei der Erkrankung Morbus Crohn entsteht in bestimmten Abschnitten des Darms eine Entzündung, die immer wieder aufflammen kann. Häufig betroffen ist der letzte Abschnitt des Dünndarms (Ileum) bzw. der Anfangsbereich des Dickdarms. Grundsätzlich kann jedoch der gesamte Magen-Darm-Trakt von der Entzündung betroffen sein.

Die Ursachen für die Erkrankung sind nicht restlos geklärt, es scheint sich jedoch um eine Autoimmunerkrankung zu handeln. Das bedeutet, der Körper bzw. das Immunsystem reagiert übermäßig stark auf verschiedene Einflüsse. Die Folgen können schwerwiegende Entzündungen sein.

Gut zu wissen

Das Alter der Erkrankten liegt bei den ersten Symptomen zwischen 20 und 30 Jahren, doch auch Kinder und Jugendliche können betroffen sein.

Typische Symptome bei Morbus Crohn

Morbus Crohn und auch Colitis ulcerosa gehen mit teils sehr unangenehmen Symptomen einher. Da Verdauungsbeschwerden ein Tabuthema sind, sind Betroffene häufig in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Dabei wechseln sich beschwerdefreie Zeiten mit akuten Schüben der Erkrankung ab und hebeln so den Alltag der Betroffenen aus. Typische Symptome sind:

  • Durchfälle (meist nicht blutig)
  • Bauchschmerzen
  • Geschwüre in der Darmwand
  • Einengungen des Darms
  • Fisteln (anormale Verbindungen zu benachbarten Organen)
  • In schlimmen Fällen ein Darmverschluss

Morbus Crohn kann sich im Gegensatz zu Colitis ulcerosa auch in anderen Organen manifestieren. So treten Augen- und Gelenkentzündungen häufiger auf, ebenso wie Hautveränderungen und Leber- sowie Gallenerkrankungen. Bei Morbus Crohn im Kindes- und Jugendalter können zudem Wachstumsstörungen aufgrund der chronischen Entzündung auftreten.

Wichtig: Ein Darmverschluss ist lebensbedrohlich und bedarf einer sofortigen Behandlung! Bei Symptomen wie Erbrechen, starken Bauchschmerzen und fehlendem Stuhlgang – insbesondere in Verbindung mit Morbus Crohn – sollte darum schnell gehandelt werden.

Dr Sonja Blaumeiser - Viszera

Spezialistin für Morbus Crohn – Dr. med. Sonja Blaumeiser

Frau PD Dr. med Sonja Blaumeiser ist Ihre Spezialistin für die umfassende und nachhaltige Behandlung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulzerosa. Neben Ihrer Tätigkeit als Allgemeinchirurgin ist Sie zusätzlich auch zertifizierte Ernährungsberaterin und bietet Patienten damit eine multimodale Therapie bei Morbus Crohn. Ob konservative, medikamentöse oder operative Behandlung – bei Ihr sind Sie in sicheren und erfahrenen Händen.

Diagnose der Morbus Crohn Erkrankung

Bei Verdacht auf Morbus Crohn sind unsere Spezialisten bei Viszera gerne für Sie da. Unsere Ärzte führen ein umfassendes Gespräch mit dem Patienten. Auftreten, Häufigkeit und Schwere der Symptome sind dabei vorrangig. Doch auch die grundsätzliche Krankheitsgeschichte des Patienten ist wichtig. Denn es scheint einen Zusammenhang zwischen bestimmten Infektionen des Magen-Darm-Traktes, einer grundsätzlich gestörten Darmflora und Morbus Crohn zu geben.

Während akuten Morbus-Crohn-Schüben lassen sich die Entzündungswerte im Blut bestimmen. Sind diese sehr hoch, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Entzündung des Darmes vor – insbesondere, wenn typische Symptome mit auftreten. Unsere Ärzte vor Ort untersuchen hierfür eine kleine Menge Blut des Patienten. Auch eine Stuhlprobe kann weitere Hinweise auf Morbus Crohn geben.

Termin bei Morbus Crohn Spezialisten

Bei uns sind Sie in sicheren und erfahrenen Händen. Gerne bieten wir Ihnen schnelle Online-Termine in München (nähe Arabellapark)!

Ultraschall & Darmspiegelung bei Morbus Crohn

Bildgebende Verfahren sorgen für eine präzise Diagnostik. Mithilfe des Ultraschalls können wir bei der Diagnose in unserer Praxis in München feststellen, welche Abschnitte der Darmwand von der Entzündung betroffen sind – diese sind in der Regel etwas dicker. Auch Eitergeschwüre und Fisteln lassen sich mittels Ultraschall sehr gut feststellen.

Entscheidend für den Nachweis der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist in der Gastroenterologie die Darmspiegelung (Koloskopie), bei der der gesamte Dickdarm und der untere Teil des Dünndarms untersucht werden. Mit einer speziellen Greifzange kann der Gastroenterologe dabei auch Gewebeproben entnehmen und anschließend untersuchen.

Bei Verdacht auf Morbus Crohn / Enteritis regionalis Crohn oder Colitis ulcerosa werden zusätzlich mittels einer Magenspiegelung Mundhöhle, Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm untersucht, da diese Krankheiten im gesamten Verdauungstrakt auftreten können. Zur Untersuchung des Dünndarms kommen unter anderem die Computertomografie und die Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspin) zum Einsatz.

Wichtig: Die Diagnose Morbus Crohn kann für Betroffene zunächst ein Schock sein. Doch die Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Darmentzündungen sind mittlerweile sehr gut – zudem sind sie bei unseren CED-Spezialisten in sicheren und kompetenten Händen. Wir helfen Ihnen jederzeit weiter.

Therapie des Morbus Crohn in München

Ob und in welchem Umfang eine Therapie bei Morbus Crohn notwendig ist, hängt von der Schwere und der Häufigkeit der Beschwerden ab. Manche Patienten bedürfen nicht unbedingt einer Behandlung. Nichtsdestotrotz ist eine engmaschige Kontrolle sinnvoll, um bei einer Verschlechterung rasch eingreifen zu können.

Gut zu wissen

Eine chronisch entzündliche Darmerkrankung sollte immer von einem Arzt untersucht werden – denn mit anhaltenden Entzündungen in der Darmwand steigt auch das Risiko für Tumore in diesem Bereich.

Medikamentöse Behandlung bei Morbus Crohn

Eine medikamentöse Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung kommt bei einem leichteren Verlauf infrage. Die entsprechenden Medikamente werden dabei vornehmlich bei einem so genannten Schub, also einer akuten Phase der Erkrankungen, eingenommen und dämmen die Entzündung im Darm ein. Medikamente wie Kortison setzen wir bei der Morbus Crohn Therapie stets nur kurzzeitig ein – mittlerweile gibt es eine Reihe von Medikamenten, die besser verträglich und sanfter sind.

Wichtig bei der medikamentösen Therapie ist ein individuelles Konzept. Nicht jedes Medikament hilft jedem Patienten gleich gut. Aus diesem Grund führen unserer Morbus Crohn Ärzte vor Ort in München ein umfassendes Beratungsgespräch und ermitteln anhand von bildgebenden Verfahren und den Angaben des Patienten eine individuelle Medikation.

Operative Behandlung bei Morbus Crohn

Morbus Crohn kann auch im Rahmen einer Operation behandelt werden. Hierfür wird der betroffenen Darmabschnitt in der Regel entfernt. Dieser Schritt ist notwendig, wenn Medikamente keine Erleichterung für Betroffene darstellen oder Komplikationen wie Fisteln, Abszesse oder Stenosen auftreten. Gerade Patienten, die voraussichtlich sehr starke Immunsuppressiva einnehmen müssen, können langfristig von einer operativen Behandlung profitieren.

Welcher Teil des Darms und wie viel Darm entfernt werden muss, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Der Darm als Ganzes ist ein lernfähiges Organ. Darum können Aufgaben von fehlenden Darmabschnitten in der Regel von benachbarten Abschnitten mit übernommen werden. Ob eine operative Therapie sinnvoll ist, klären wir individuell ab. Viele Patienten gewinnen jedoch mit der Entfernung der betroffenen Darmabschnitte sehr viel Lebensqualität zurück! Der Eingriff wird laparoskopisch vor Ort in München durchgeführt – nach der Operation bleiben Patienten mehrere Tage in der Klinik.