Leistenbruch

Leistenbruch behandeln –  Viszera Chirurgie in München

Grundsätzlich sollte jeder Leistenbruch operativ versorgt werden – es sei denn, das Operationsrisiko ist unvertretbar hoch. In diesem Fall kann ein Bruchband eingesetzt werden. In allen anderen Fällen ist eine Operation notwendig. Ein Leistenbruch, der keine Schmerzen verursacht und nur als Zufallsbefund entdeckt wurde, sollte innerhalb von wenigen Monaten versorgt werden. Bei starken Schmerzen sollte der Bruch innerhalb weniger Tage bis Wochen operiert werden.

Ein Leistenbruch tritt überwiegend bei Männern auf, doch auch Frauen können davon betroffen sein, insbesondere während einer Schwangerschaft. Anzeichen für einen Leistenbruch sind meist ziehende Schmerzen und eine tastbare Beule im entsprechenden Bereich. Je nach Ausmaß der Leistenhernie ist die Beule größer oder kleiner. In den meisten Fällen ist eine Hernien-OP sinnvoll, denn andernfalls können wichtige Organe – etwa der Darm – eingeklemmt werden. Die Hernien-OP führen wir bei Viszera in München meist minimalinvasiv und endoskopisch durch.

Achtung: Ein so genannter einklemmender Bruch stellt einen Notfall dar, der sofort behandelt werden muss! Dabei werden in der Bruchpforte Teile eines Organs eingeklemmt und können so nicht oder schlecht durchblutet werden.

Wir informieren Sie gerne unverbindlich über unsere Behandlungsmöglichkeiten. Einen unverbindlichen Beratungstermin können Sie einfach online vereinbaren.

Wahl des Operationsverfahrens

Nicht jedes Operationsverfahren eignet sich für alle Patienten. Welche OP-Methode wir empfehlen, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Alter des Patienten
  • Bruchtyp
  • Größe des Bruchs
  • Gewicht des Patienten
  • Sportliche/körperliche Aktivität
  • Zustand des Bindegewebes
  • Erstmaliger bzw. erneuter Leistenbruch

Vorteile endoskopischer OP-Techniken

Wann immer möglich versorgen wir bei Viszera München einen Leistenbruch endoskopisch – also in Schlüssellochtechnik. Diese so genannte TAPP-Technik und TEP-Technik kann meist ambulant durchgeführt werden und bringt einige Vorteile mit sich:

  • Sehr feine Narben dank Schlüssellochtechnik
  • Schonung des umliegenden Gewebes
  • Verkürzte Heilungsdauer
  • Verschluss mittels Netztechnik
  • Niedriges Rezidivrisiko

Offene Operationsverfahren beim Leistenbruch

Eine offene Leistenbruchoperation bedeutet, dass der Eingriff nach einem bis zu acht Zentimeter langen Schnitt in der Leistenregion „am offenen Bauch“ durchgeführt wird. Anders bei der minimal-invasiven bzw. endoskopischen Technik, bei der drei sehr kleine Schnitte gesetzt (fünf und zehn Millimeter) werden. Durch diese Schnitte werden dann die Arbeitskanäle für das Endoskop mit der Optik und die nötigen Instrumente eingebracht.

Operation nach Shouldice

Diese Operationsmethode wird meist bei jungen Patienten mit kleinen einseitigen Leistenbrüchen angewendet.

Nach einem Schnitt in der Leiste (etwa vier bis sechs Zentimeter lang) werden die gesunden Gewebeschichten durchtrennt, bis die Bruchlücke in der Tiefe freigelegt ist. Der Bruchsack wird in die Bauchhöhle zurückplatziert. Anschließend wird die Hinterwand des Leistenkanals durch Doppelung bestimmter Schichten der Bauchwand verstärkt.

Die Operation kann mit örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) oder mit einer Vollnarkose durchgeführt werden; im Fall der örtlichen Betäubung bekommt der Patient zusätzlich ein Beruhigungsmittel, so dass er sich in einer Art „Dämmerschlaf“ befindet.

Operation nach Lichtenstein

Diese ebenfalls offene Operation wird meist bei älteren Patienten angewendet. Dabei verstärken wir die Hinterwand des Leistenkanals durch ein Kunststoffnetz. Auch diese Operation kann mit örtlicher Betäubung oder mit einer Vollnarkose durchgeführt werden; im Fall der örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) bekommt der Patient zusätzlich ein Beruhigungsmittel, so dass er sich in einer Art „Dämmerschlaf“ befindet.

Nach der Operation

In der Regel können Sie die Klinik nach einer endoskopischen Operation der Hernie bereits am nächsten Tag verlassen. Schmerzmittel sind normalerweise bis zum ersten Tag nach der Operation notwendig, bei offenen Operationsverfahren ggfs. etwas länger. Bei Ihrer Entlassung erhalten Sie noch einen Termin zur Nachuntersuchung im Rahmen der Viszera Leistenbruch Sprechstunde in München.

Grundsätzlich gilt, dass Patienten mit Netzeinlage schneller wieder voll belastbar sind, als Patienten, denen kein Netz eingelegt wurde. Der Operationserfolg sollte jedoch nicht durch eine zu frühe Vollbelastung gefährdet werden. Sport bzw. körperliche Aktivität kann nach wenigen Tagen wieder aufgenommen werden, die Steigerung der körperlichen Aktivität bis zur Vollbelastung erfolgt.

Dr. Merkle und Dr. Holzmüller beantworten gerne Ihre Fragen.

Einer unserer Patienten teilt seine Erfahrungen mit der Behandlung in unserer Praxis:

20.06.2016
Note 1,0

Hervorragender netter Arzt

„Mein Leistenbruch wurde innerhalb kürzester Zeit von einem hervorragendem Ärzteteam versorgt und ich konnte nach einer Nacht in der Arabellaklinik schmerzfrei wieder nach Hause. Zwei Wochen später wurden die Fäden gezogen und ich darf nun wieder alle Arbeiten und sportliche Aktivitäten ausführen. Besser kann´s nicht laufen!“

Fragen zu Leistenbruch und Operation

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Wir freuen uns, Ihnen Helfen zu können.

Ein Team von erfahrenen Spezialisten – allesamt renommierte Fachärzte – operiert in hervorragend ausgestatteten Kooperationskliniken mit modernster Technik, hochqualifiziertem Personal und nach neusten Methoden.

Sollte ein stationärer Aufenthalt notwendig sein, gestalten wir diesen so angenehm wie möglich für Sie in unseren komfortabel ausgestatteten Patientenzimmern. Unsere Spezialisten operieren in der Arabella-Klinik München und in der Herzogpark-Klinik München.