Mit Viszera zu einem schmerzfreien Alltag
Wir klären Ihre Beschwerden ab und besprechen mit Ihnen den passenden Weg. Wenn eine Operation nötig ist, operieren wir ohne Netz (Shouldice) oder endoskopisch mit Netz.
Erfahren Sie alles zu typischen Symptomen einer Sportlerleiste und welche Besonderheiten es bei Frauen gibt.
Informieren Sie sich zu den Ursachen einer weichen Leiste, welche die Schmerzen entstehen lassen.
Erfahren Sie, wie eine Sportlerleiste diagnostiziert wird und welche Faktoren die Behandlungsentscheidung beeinflussen.
Lesen Sie mehr zu den unterschiedlichen Möglichkeiten eine weiche Leiste ohne Operation zu behandeln.
Lernen Sie unterschiedliche operative Verfahren zur Behandlung einer Sportlerleiste sowie Unterschiede dieser Therapien kennen.
Hier klären wir häufige Fragen rund um die Sportlerleiste und zu den operativen Behandlungsmaßnahmen.

Das Wichtigste in Kürze
Symptome einer weichen Leiste (Sportlerleiste)
Typisch für eine weiche Leiste sind ziehende oder brennende Schmerzen in der Leiste, die bei Belastung zunehmen und in Ruhe nachlassen. Anders als beim Leistenbruch ist keine Vorwölbung sichtbar.
Die Beschwerden treten vor allem bei schnellen, kraftvollen Bewegungen auf: beim Sprinten, Springen, Schießen oder Drehen des Oberkörpers. Häufige Anzeichen der Sportlerleiste sind:
Hodenschmerzen bei Sportlerleiste: Bei Männern strahlt der Schmerz einer Sportlerleiste manchmal in den Hoden aus. Hodenschmerzen können aber auch andere Ursachen haben. Lassen Sie sie deshalb immer ärztlich abklären, bei plötzlich starken Schmerzen sofort.
Weiche Leiste und Sportlerleiste bei Frauen
Auch Frauen können eine Sportlerleiste bekommen. Die Diagnose wird bei ihnen oft später gestellt, weil die Beschwerden weniger eindeutig sind. Häufig werden sie zunächst für gynäkologische Probleme gehalten. Typisch sind Schmerzen im Unterbauch oder in der Leiste, die beim Sport zunehmen. Eine gründliche Untersuchung und bei Bedarf ein MRT helfen, die Ursache zu finden.
Selbstcheck: Ist es eine Sportlerleiste?
Fünf kurze Fragen helfen Ihnen, Ihre Beschwerden einzuordnen. Ihre Antworten werden nicht gespeichert.
So werten Sie den Selbstcheck aus
Haben Sie mindestens dreimal mit „Ja“ geantwortet, passen Ihre Beschwerden zu einer Sportlerleiste (weiche Leiste). Lassen Sie Ihre Leiste dann ärztlich untersuchen.
Bei weniger als drei „Ja“ ist eine Sportlerleiste eher unwahrscheinlich. Leistenschmerzen können auch andere Ursachen haben, etwa Muskelzerrungen, die Hüfte oder einen Leistenbruch. Halten die Beschwerden an, lassen Sie sie trotzdem abklären.
Ihre Beschwerden passen zu einer Sportlerleiste.
Eine sichere Diagnose ist nur nach einer Untersuchung möglich. Lassen Sie Ihre Leiste ärztlich abklären. So finden Sie heraus, ob Training, Physiotherapie oder eine Operation für Sie sinnvoll ist.
Eine Sportlerleiste ist eher unwahrscheinlich.
Leistenschmerzen können viele Ursachen haben, etwa Muskelzerrungen, die Hüfte oder einen Leistenbruch. Halten Ihre Beschwerden an, lassen Sie sie ärztlich abklären.
Bitte sofort ärztlich abklären: plötzlich starke Schmerzen, eine harte, schmerzhafte Schwellung in der Leiste, die sich nicht zurückdrücken lässt, oder zusätzlich Übelkeit und Erbrechen. Suchen Sie dann umgehend eine Praxis oder die Notaufnahme auf.
Der Selbstcheck ersetzt keine ärztliche Untersuchung und stellt keine Diagnose.
Ursachen: Warum die Leiste beim Sport nachgibt
Eine Sportlerleiste entsteht meist durch Überlastung: Wiederholte Belastung schwächt die Hinterwand des Leistenkanals und die umliegenden Sehnen und Muskeln.
Häufige Ursachen sind:
Oft verstärkt zu wenig Regeneration zwischen den Trainingseinheiten die Beschwerden.

Diagnose: Eine Sportlerleiste erkennen
Eine Sportlerleiste wird durch eine körperliche Untersuchung und Bildgebung wie Ultraschall oder MRT festgestellt. Wichtig ist, andere Ursachen wie einen Leistenbruch oder Hüftprobleme auszuschließen.
Im Gespräch fragen wir nach Ihren Beschwerden, Ihrem Sport und Ihrem Beruf. Bei der Untersuchung tasten wir den Leistenkanal ab und prüfen dessen Hinterwand, auch beim Husten und Pressen. Ein Ultraschall zeigt, ob sich die Hinterwand unter Belastung vorwölbt. Bei unklarem Befund kann ein MRT weitere Ursachen sichtbar machen.
Muss eine weiche Leiste operiert werden?
Nicht immer. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt vor allem von drei Faktoren ab:
Studien zeigen: Wenn eine konservative Behandlung nicht ausreicht, hilft die Operation oft deutlich besser. In einer randomisierten Studie waren drei Monate nach einer endoskopischen OP 90 % der Sportler wieder im Sport, nach rein konservativer Behandlung nur 27 %. Knapp ein Viertel der konservativ Behandelten ließ sich später doch operieren (Paajanen et al. 2011).
Unsere Spezialisten für die Sportlerleiste

Dr. Richard Merkle
Sportlerleisten-Spezialist und Facharzt für Chirurgie
Standorte: München & Schondorf
Kassenzulassung: gesetzlich & privat

Prof. Dr. Thomas Horbach
Sportlerleisten-Spezialist und Facharzt für Chirurgie
Standorte: München & Schwabach
Kassenzulassung: privat
Weiche Leisten ohne OP behandeln
In den meisten Fällen beginnen wir mit einer konservativen Behandlung der Sportlerleiste, um die Beschwerden ohne Operation zu lindern. Diese umfasst:
Die konservative Therapie eignet sich besonders bei weniger ausgeprägten Beschwerden und ermöglicht in vielen Fällen eine vollständige Heilung.
Operation bei weicher Leiste in München
Bei einer Sportlerleiste-OP wird die geschwächte Hinterwand des Leistenkanals verstärkt, entweder mit körpereigenem Gewebe (Shouldice, ohne Netz) oder endoskopisch mit einem leichten Kunststoffnetz (TAPP/TEP).
Wir raten zur Operation, wenn konservative Behandlung nicht genug hilft oder die Beschwerden zunehmen. Bei Viszera bieten wir beide Verfahren an. So können wir das Verfahren nach Ihrem Befund wählen.
Bei Viszera in München bieten wir zwei hochmoderne operative Verfahren an:

Shouldice-Verfahren: Operation ohne Netz
Das Shouldice-Verfahren ist ein bewährtes, offenes Operationsverfahren, das ohne den Einsatz von Fremdmaterial durchgeführt wird. Der Chirurg verstärkt die Hinterwand des Leistenkanals durch mehrschichtige Nähte der körpereigenen Gewebestrukturen.
Endoskopische Operation (TAPP/TEP): mit Netz
Dieses minimalinvasive Verfahren wird mittels endoskopischer Technik durchgeführt. Ein ultraleichtes Netz wird in die Hinterwand des Leistenkanals eingebracht, um die Stabilität zu erhöhen.
Einen direkten Vergleich der beiden Verfahren können Sie der Tabelle entnehmen:
| Shouldice-Verfahren | Endoskopische Verfahren (TAPP/TEP) | |
| Technik | offene Operation, Naht aus körpereigenem Gewebe | minimalinvasiv über kleine Schnitte |
| Indikation | Einseitiger, kleiner Befund | Größerer Befund, chronische Schmerzen |
| Heilungszeit | 4–6 Wochen | 2–3 Wochen |
| OP-Dauer | 45–60 Minuten | 60 Minuten |
| Postoperative Schmerzen | Mäßig | Gering |
| Fremdmaterial | Nein | Ja (ultraleichtes Netz) |
Wir beraten Sie individuell und klären gemeinsam mit Ihnen, ob eine Operation die beste Lösung für Ihre Beschwerden ist. Haben Sie weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne!
Nachsorge nach der Operation
Eine gezielte Nachsorge ist entscheidend für einen reibungslosen Heilungsverlauf. Nach der Operation empfehlen wir:
Mobilisation
Bereits am ersten Tag nach der OP sollten leichte Bewegungen erfolgen, um die Durchblutung zu fördern.
Schonung
In den ersten 1–2 Wochen sollten schwere körperliche Tätigkeiten vermieden werden.
Sportliche Aktivität
Leichte sportliche Übungen, wie Spazierengehen, sind ab der dritten Woche möglich. Krafttraining & intensive Belastungen sollten erst nach 6–8 Wochen erfolgen.
Nachuntersuchungen
Kontrolltermine in der ersten Woche sowie nach 4 und 12 Wochen, um den Heilungsprozess zu überwachen.
Unser Team in München steht Ihnen während der gesamten Nachsorgephase zur Seite und sorgt dafür, dass Sie schnell wieder fit sind!
Stimmen unserer Patienten
Häufig gestellte Fragen zur Sportlerleiste
Bei einer weichen Leiste ist die Hinterwand des Leistenkanals geschwächt, es tritt aber kein Gewebe aus und es gibt keine sichtbare Vorwölbung. Bei einem Leistenbruch entsteht eine Lücke in der Bauchwand, durch die Gewebe nach außen drücken kann.
Nach dem Shouldice-Verfahren dauert die vollständige Heilung etwa 4–6 Wochen, während nach einer endoskopischen Stabilisierung bereits nach 2–3 Wochen mit leichter Aktivität begonnen werden kann.
Ja, leichte Sportarten sind je nach Verfahren ab 2–3 Wochen möglich. Volle Belastung empfehlen wir frühestens nach 6–8 Wochen.
Dank moderner Techniken, insbesondere bei endoskopischen Verfahren, sind postoperative Schmerzen gering und lassen sich gut kontrollieren.
Wie bei jeder Operation können Infektionen, Blutergüsse oder Schmerzen auftreten. Diese Risiken sind jedoch gering, insbesondere bei erfahrenen Spezialisten wie unserem Team bei Viszera.
