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Von Dr. med. Richard Merkle

Wir wachsen: Lipödem Zentrum in München

Mit dem Lipödem Zentrum schaffen wir in München eine neue Anlaufstelle für alle Betroffenen. In der Arabella-Straße 5 finden Sie ab sofort Beratung und Behandlung rund um das Lipödem. Aufgrund der Vielschichtigkeit der Erkrankung haben wir uns entschieden, ein interdisziplinäres Zentrum zu gründen und möchten betroffenen Frauen so den Weg zu vielen verschiedenen Fachärzten und lange Wartezeiten ersparen.

Unser Ziel: Im Fokus steht bei uns eine Minderung der Schmerzen, die mit einem Lipödem einhergehen und damit gleichzeitig auch ein Anstieg der Lebensqualität für Betroffene.

Das Lipödem-Zentrum ist eine Tochtergesellschaft von Viszera. Unsere Fachärzte kommen dabei aus unterschiedlichen Fachrichtungen:

  • Herr Prof. Dr. L. Kovacs, Facharzt für Chirurgie und Plastische Chirurgie
  • Dr. med. Andrea Liebhold, Fachärztin für Phlebologie und Lymphologie
  • Dr. med. Ann Bernhardt,  Fachärztin für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt auf Psychosomatik
  • Eva Giebler, Fachärztin für Allgemeinchirurgie, Lymphologie und Phlebologie
  • Beate Swobodnik, Fachärztin für Anästhesie

Alle Fachärzte bringen langjähriges Wissen auf ihrem Gebiet mit und versorgen unsere Patientinnen von der ersten Beratung, über manuelle Therapien bis hin zu einer operativen Behandlung des Lipödems und sind auch in puncto Nachsorge für Sie da.

Was sich hinter dem Lipödem verbirgt

Als Lipödem wird eine Fettverteilungsstörung bezeichnet. Diese betrifft vorrangig die Beine, im späteren Stadium auch die Arme. Diäten und Sport helfen den betroffenen Frauen kaum. Was von Außenstehenden oft mit Übergewicht verwechselt wird, stellt sich tatsächlich als schmerzhafte und oft auch stark einschränkende Erkrankung dar. Dabei können auch schlanke Frauen betroffen sein und trotz geringer Ausprägung starke Schmerzen an den Beinen empfinden. Die Erkrankung zeichnet sich aus durch hohe Druckempfindlichkeit und Schwellungen. Die übermäßigen Fetteinlagerungen liegen dabei symmetrisch an beiden Beinen vor.

Interdisziplinäre Arbeit im Lipödem Zentrum

Eine Lipödem-Erkrankung ist für Betroffene meist mehr als nur eine ästhetische Beeinträchtigung. Die Venen können ebenfalls erkranken, Lymphödeme und Krampfadern treten auf. Nicht zuletzt leidet die Seele der betroffenen Frauen. Dies berücksichtigen wir bei jeglicher Therapie ebenfalls. Im Lipödem Zentrum bieten wir eine stadiengerechte Behandlung und können dank des erfahrenen Fachärzte-Teams bei Begleiterkrankungen gemeinsam mit Ihnen eine umfassende Therapie erarbeiten.

Vereinbaren Sie Ihren Beratungstermin telefonisch unter +49 (0)89 999 499 99 oder via E-Mail an info@lipoedem-zentrum-muenchen.de.

Von Dr. med. Richard Merkle

Behandlung und Verlauf von Venenleiden

An Krampfadern leidet jeder sechste Mann und jede fünfte Frau in Deutschland. Insgesamt haben 30 Prozent der Deutschen ein Krampfaderleiden. Ganze 90 Prozent der Erwachsenen zeigen ein verändertes Venensystem. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Neben einer genetischen Veranlagung, spielen auch das Alter, Bewegungsmangel und Übergewicht eine Rolle.

Behandlung von Venenleiden in unserer Praxis

Diagnose und Zielsetzung der Behandlung

Zur Behandlung von Venenleiden stehen uns verschiedene Möglichkeiten der Therapie zur Verfügung. Da Venenerkrankungen unbehandelt voranschreiten, sollte man eine Therapie frühzeitig beginnen. Bei ersten Anzeichen wie geschwollene Beine und Schwellungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen und die Symptome abklären lassen. Je nach Symptomen und Stadium der Erkrankung kommen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten in Frage.

Zur Behandlung eines chronischen Venenleidens gibt es drei Kernziele:

  • Symptome und Beschwerden effektiv lindern
  • Ödeme reduzieren und Hautveränderungen verbessern
  • Fortschreiten der Erkrankung verhindern

Behandlung der verschiedenen Stadien einer Venenerkrankung

Die Kompressionstherapie gehört bei jeder Form von Venenbeschwerden zur Grundausstattung der Behandlung. Kompressionsstrümpfe oder elastische Bandagen drücken die kranke Vene zusammen und verhindern so den Rückstau des Bluts. Ab einem gewissen Stadium reicht ein medizinischer Kompressionsstrumpf alleine nicht mehr aus und die Schwellungen zu mindern. Hier können dem Patienten zusätzlich Medikamente verschrieben werden, um diese zu reduzieren. In der Medizin unterscheidet man sechs unterschiedliche Stadien.

Stadium 1: Besenreiser

Als Besenreiser bezeichnet man sichtbare, kleine Venen in der oberen Hautschicht. Sie zeigen eine netzartige und fächerförmige Struktur. Für viele sind sie nur ein kosmetisches Problem. Doch wenn die Besenreiser von müden, schweren Beinen begleitet sind, kann das auf ein ernst zu nehmendes Venenleiden hindeuten.

Besenreiser gelten als medizinisch unbedenklich, werden vom Patienten aber oft als ästhetisch störend wahrgenommen. Zur Entfernung von Besenreisern stehen der Medizin verschiedene Verfahren zu Verfügung, so die Verödung oder Lasertherapie.

Stadium 2: Krampfadern

Sind die Venen krankhaft erweitert und verhärtet, spricht man von Krampfadern. Der Fachmann nennt sie auch Varizen oder Varikosis.

Liegen Krampfadern vor, schließen die Venenklappen nicht mehr richtig, sodass das Blut immer wieder in die Beine zurückfließt. Dort kommt es in der Folge zu einem erhöhten Druck auf die Venenwände und zu Entzündungen. Die Venenwände werden durchlässig.

Bei der Bekämpfung von Krampfadern können wir auf mehrere Verfahren zurückgreifen. Zur konservativen Therapie gehört die Verordnung von Kompressionsstrümpfen. Mittels Verödung, Lasertherapie und Radiofrequenztherapie können kleinere Krampfadern bekämpft werden. Bei größeren Krampfadern greifen wir auf klassische operative Verfahren zurück. Das Stripping gilt hier als Goldstandard.

Stadium 3: Beinschwellung

Kommt es zu einer Entzündung, schickt der Körper Immunzellen an den Entzündungsort. Damit die Immunzellen in die betroffenen Venen gelangen, öffnen sich Zellen in der Venenwand. Die Venenwand wird durchlässig und Blut kann in das Gewebe austreten. Das Bein schwillt in der Folge an und es kommt zu einem Ödem.

Neben Kompressionsstrümpfen, kann der Arzt bei einer Venenentzündung auch entzündungshemmende Medikamente und Blutgerinnungshemmer, wie Heparin verschreiben. Bei schweren Thrombosen kann ein operativer Eingriff nötig werden.

Stadium 4: Hautveränderungen

Die Flüssigkeitsansammlungen im Bein ziehen auch Hautveränderungen nach sich. Weil der rote Blutfarbstoff nicht ausreichend abgebaut wir, verfärbt sich das Bein. Diese Verfärbungen bilden sich nicht mehr zurück. Sollte den Entzündung die tiefen Venen betroffen haben.

Stadium 5 & 6: Unterschenkelgeschwür

Bleibt die Entzündung im Bein bestehen, sterben immer mehr Zellen ab. Die Haut wird immer dünner und rissiger. Es kann sich ein offenes Bein bilden. Das „offene Bein“ stellt die schwerste Komplikation einer chronischen Venenschwäche dar. Das Unterschenkelgeschwür entsteht, weil Sauerstoff und Nährstoffe nicht mehr ausreichend in Haut und Gewebe gelangen.

Hier erfolgt eine Behandlung mit einer Kombination von Kompressionstherapie, Wundauflagen und Wundverbänden.

Venenleiden vorbeugen

Einer Venenerkrankung kann man oft gezielt vorbeugen. Einfache Maßnahmen wie Beingymnastik, Walking, Nordic-Walking oder Kneippsche Güsse sind ein effektives Mittel, um Krampfadern vorzubeugen.

Venenerkrankung: Das sind die Risikofaktoren

Die häufigsten Risikofaktoren für die Entstehung einer Venenerkrankung sind eine erbliche Veranlagung, das Geschlecht und zunehmendes Alter. Aber auch Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel oder Übergewicht tragen zur Entstehung bei.

Wenn Mutter und Vater an Krampfadern leiden, haben Kinder eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit im mittleren Lebensalter auch Krampfadern zu entwickeln. Wer nicht erblich vorbelastet ist, hat immer noch ein Risiko von 20 Prozent.[1]

Je älter man wird, desto mehr verliert das Gewebe an Elastizität. Diese Entwicklung betrifft nicht nur die Haut, sondern gilt auch für die Venen.

Wer im Alltag lange stehen oder sitzen muss, riskiert, dass sich das Blut in den Venen staut. Auf diese Weise ist der Rücktransport des Blutes zum Herzen gestört. Sie können Ihre Venen durch regelmäßige Bewegung oder Hochlegen der Beine entlasten. Körperliche Betätigung – egal ob Sport oder einfach nur spazieren gehen – aktiviert die Muskelpumpe und unterstützt so den Rücktransport des Blutes zum Herzen.

Wenn Sie zu viele Kilos auf den Hüften haben, können Sie die Entstehung einer chronischen Venenerkrankung fördern. Durch das Übergewicht kann es in den Beinvenen zu einem Bluthochdruck kommen. Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für Venenentzündungen.

Der Glaube, dass Frauen häufiger von einer Venenerkrankung betroffen sind, ist weit verbreitet. Fakt ist allerdings nur, dass Krampfadern im mittleren Alter bei Frauen häufiger vorkommen. Der Grund dafür sind wahrscheinlich hormonelle Einflüsse, da das Erkrankungsrisiko mit der Anzahl vorausgegangener Schwangerschaften steigt.

Wie entsteht eine Venenerkrankung?

Für die Entstehung einer Venenerkrankung ist gestautes Blut ein Risikofaktor. Mit der Zeit sind die Venen weniger elastisch, die Venenklappen verschleißen oder die Muskelpumpe arbeitet nicht richtig, sodass das Blut nur schwer zurück zum Herz strömen kann.

Wenn der Druck des Blutes auf die Venenwand anhält, löst das eine Entzündungsreaktion im Bereich der kleinsten Venen aus, die für die Mikrozirkulation wichtig sind. Im Mittelpunkt der Entzündung steht das sogenannte Endothel. Es kleidet die Venen von innen aus und wird bei einer Entzündung durchlässiger für Blut und Flüssigkeiten. Wenn Flüssigkeit dann in das umliegende Beingewebe austritt, entstehen Ödeme. Man bezeichnet das umgangssprachlich auch als „Wasser in den Beinen“.

Die Ödeme stören im weiteren Verlauf die Mikrozirkulation. Das Beingewebe (Haut, Muskel, Venen) kann so nicht mehr richtig mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden.

Quellen:

1. Cornu-Thenard A et al. Importance of the familial factor in varicose disease. Clinical study of 134 families. J Dermatol Surg Oncol. 1994; 20(5):318-26

Von Dr. med. Richard Merkle

Endoskopischer Schlauchmagen – Endosleeve Neues Verfahren – narbenlos

Das Viszera Chirurgie-Zentrum verfügt über ein neues Verfahren zur Behandlung der Adipositas. Dieses Verfahren macht jetzt den Adipositas-Eingriff ohne Narben möglich und wird über eine Magenspiegelung durchgeführt. Es nennt sich endoskopische Schlauchmagenoperation (Endo-Sleeve) und ist ein dauerhaftes Verfahren.

Erste Ergebnisse bei 700 Patienten in Spanien zeigen einen Verlust des Übergewichtes von mehr als 50 % nach einem Jahr bei sehr geringer Komplikationsrate. Lediglich Blutungen können auftreten, die in fast allen Fällen konservativ behandelt wurden.

Bei der Methode wird die volle Magenwand durch Nähte gefasst und damit das Magenvolumen, wie beim laparoskopischen Schlauchmagen (LSG), verringert. Bei diesem Verfahren ist außerdem die Magenpassage für Speisen verlangsamt, hierdurch entsteht ein rascheres und länger anhaltendes Sättigungsgefühl. Die Nähte sollen ein Leben lang belassen werden, sollte sich eine Naht öffnen, kann das Verfahren wiederholt werden. Auch eine Magenoperation ist später problemlos möglich. Der normale Speiseweg bleibt erhalten.

Der Endo-Sleeve ist für Patienten mit einem BMI zwischen 35 und 40 kg/m2 ideal, auch andere Gewichtsgruppen werden diskutiert. Die Behandlung ist derzeit ein Selbstzahlerverfahren, der stationäre Aufenthalt in unserer Klinik beträgt 2-3 Tage. Das Viszera Chirurgie-Zentrum verfügt über ein neues Verfahren zur Behandlung der Adipositas. Dieses Verfahren macht jetzt den Adipositas-Eingriff ohne Narben möglich und wird über eine Magenspiegelung durchgeführt. Es nennt sich endoskopische Schlauchmagenoperation (Endo-Sleeve) und ist ein dauerhaftes Verfahren.

Von Dr. med. Richard Merkle

Ambulante Operation des Nabelbruchs: Was Patienten wissen sollten

Rund fünf Prozent der Brüche, die bei Erwachsenen festgestellt werden, sind Nabelhernien. Rechtzeitig operiert, stellen sie keine Gefahr dar. Erfahren Sie alles über die ambulante Operation des Nabelbruchs und die Nachsorge.

Ambulant statt stationär?

Manche Nabelbrüche sind sehr klein, manche so groß wie ein Tennisball. Erwachsenen ist in den meisten Fällen eine Operation anzuraten, denn der zunächst harmlose Nabelbruch kann zu einer Einklemmung der Bauchorgane führen, die lebensbedrohlich ist. Nabelhernien heilen nicht von selbst, sondern werden mit der Zeit immer größer.

Die einzige Behandlungsmöglichkeit ist die Operation, bei der der Chirurg den Bruchinhalt zurückdrängt und die Lücke verschließt. Viele Nabelbrüche können ambulant operiert werden, besonders wenn sie nicht zu groß sind. Der medizinische Standard ist in gut ausgestatteten Praxen derselbe wie in einer Klinik. Größere Brüche oder Begleiterkrankungen können allerdings für eine stationäre Operation sprechen.

Verschiedene Verfahren und Risiken

Es gibt mehrere Verfahren, um einen Nabelbruch zu behandeln. Meist kommt ein Netz zum Einsatz, um die Bruchpforte zu verschließen. Es gibt viele verschiedene Techniken und Netzmaterialien, aus denen der erfahrene Chirurg die jeweils vielversprechendste auswählt. Bei kleinen Brüchen kann auch eine Naht ausreichen.

Nabelbruchoperationen gelten als sehr sicher. Wundentzündungen, Heilungsstörungen und Blutungen kommen nur selten vor. Der Patient erhält je nach OP-Technik, Begleitererkrankungen, Alter und eigenen Wünschen eine Lokalanästhesie oder eine Vollnarkose, damit die OP schmerzfrei verläuft.

Nach der OP

Nach ein bis zwei Stunden kann der Patient wieder nach Hause gehen, sollte jedoch nicht sofort wieder Autofahren. Gegen mögliche Beschwerden erhält er Schmerzmittel.

In der ersten Nacht sollte der Patient nicht alleine zu Hause sein, um bei möglichen Komplikationen sofort Unterstützung zu erhalten. Je nach körperlicher Belastung im Beruf wird er für ein paar Tage bis zu einer Woche krank geschrieben.

Essensvorschriften gibt es keine, allerdings sind fettarme und leicht verdauliche Speisen am günstigsten. Kurz zu duschen ist problemlos möglich, längere Aufenthalte im Wasser sind nach zehn Tagen wieder erlaubt. Auf schwere Lasten oder Bauchmuskeltraining sollten die Patienten je nach OP-Methode mehrere Wochen bis Monate verzichten, um die Wunde nicht übermäßig zu belasten. Leichter Sport wie Joggen oder Wandern ist allerdings kein Problem.

Rezidive sind möglich

Nach der Operation sollte die Nabelhernie nicht noch einmal auftreten. In rund 10 Prozent der Fälle kommt es jedoch zu Rezidiven, was zum Einen im Bindegewebe, zum Anderen aber auch in der Erfahrung des Chirurgen begründet liegt. Deshalb lohnt es sich, einen versierten Operateur aufzusuchen, der sich auf Hernienchirurgie spezialisiert hat.